Albumcover: Eine Orgelvesper in St. Lorenz, Schöningen – Uwe Gronostay (JUBALmusic)

Eine Orgelvesper in St. Lorenz, Schöningen

Uwe Gronostay

Katalognummer: JUBALmusic 980625

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Die 1997/98 erbaute Michael-Becker-Orgel der St.-Lorenz-Kirche in Schöningen steht im Mittelpunkt dieser Aufnahme mit Uwe Gronostay, der sich nach rund 25-jähriger Pause wieder seinem ursprünglichen Instrument zuwandte. Die im Juni 1998 anlässlich der Orgelweihe gespielte Orgelvesper vereint Choralbearbeitungen von Johann Sebastian Bach mit Werken seines Zeitgenossen Johann Gottfried Walther, darunter dessen Orgelbearbeitung eines Violinkonzerts von Antonio Vivaldi. Eine Besonderheit sind drei Praeambula Bachs, die Gronostay in ihren ursprünglichen Fassungen aus dem Clavierbüchlein für Wilhelm Friedemann Bach spielt und damit einen interessanten Einblick in die Entstehung der später als zweistimmige Inventionen bekannten Stücke bietet.


1

Wir glauben all an einen Gott, BWV 680

Johann Sebastian Bach

Uwe Gronostay

2

Konzert in h-Moll, LV 133 (nach Vivaldis Violinkonzert in e-Moll, RV 275): I. Allegro

Johann Gottfried Walther

Uwe Gronostay

3

Konzert in h-Moll, LV 133 (nach Vivaldis Violinkonzert in e-Moll, RV 275): II. Adagio

Johann Gottfried Walther

Uwe Gronostay

4

Konzert in h-Moll, LV 133 (nach Vivaldis Violinkonzert in e-Moll, RV 275): III. Allegro

Johann Gottfried Walther

Uwe Gronostay

5

In dir ist Freude, BWV 615

Johann Sebastian Bach

Uwe Gronostay

6

Partita über Jesu, meine Freude, LV 2: I. Choral

Johann Gottfried Walther

Uwe Gronostay

7

Partita über Jesu, meine Freude, LV 2: II. Var. I

Johann Gottfried Walther

Uwe Gronostay

8

Partita über Jesu, meine Freude, LV 2: III. Var. II

Johann Gottfried Walther

Uwe Gronostay

9

Partita über Jesu, meine Freude, LV 2: IV. Var. III

Johann Gottfried Walther

Uwe Gronostay

10

Partita über Jesu, meine Freude, LV 2: V. Var. IV

Johann Gottfried Walther

Uwe Gronostay

11

Partita über Jesu, meine Freude, LV 2: VI. Var. V

Johann Gottfried Walther

Uwe Gronostay

12

Partita über Jesu, meine Freude, LV 2: VII. Var. VI

Johann Gottfried Walther

Uwe Gronostay

13

Partita über Jesu, meine Freude, LV 2: VIII. Var. VII

Johann Gottfried Walther

Uwe Gronostay

14

Partita über Jesu, meine Freude, LV 2: IX. Var. VIII

Johann Gottfried Walther

Uwe Gronostay

15

Wer nur den lieben Gott lässt walten, BWV 642

Johann Sebastian Bach

Uwe Gronostay

16

Praeambulum Nr. 4 in F-Dur, BWV 779

Johann Sebastian Bach

Uwe Gronostay

17

Wo soll ich fliehen hin, BWV 646

Johann Sebastian Bach

Uwe Gronostay

18

Praeambulum Nr. 12 in E-Dur, BWV 777

Johann Sebastian Bach

Uwe Gronostay

19

Erbarm dich mein, o Herre Gott, BWV 721

Johann Sebastian Bach

Uwe Gronostay

20

Praeambulum Nr. 8 in B-Dur, BWV 785

Johann Sebastian Bach

Uwe Gronostay

21

Vater unser im Himmelreich, BWV 636

Johann Sebastian Bach

Uwe Gronostay

22

Präludium und Fuge in G-Dur, BWV 541: I. Präludium

Johann Sebastian Bach

Uwe Gronostay

23

Präludium und Fuge in G-Dur, BWV 541: II. Fuge

Johann Sebastian Bach

Uwe Gronostay




Uwe Gronostay, Orgel

Uwe Gronostay (1939–2008) gehörte zu den führenden Chorerziehern und -dirigenten seiner Zeit und war im In- und Ausland gleichermaßen viel gefragt.

Zum Kirchenmusiker ausgebildet, begann er seine künstlerische Laufbahn als Kantor und Organist in Bremen. 1972 wurde Gronostay zum Direktor und Chefdirigenten des RIAS-Kammerchores nach Berlin berufen.

Diesen „West“-Berliner Rundfunkchor führte er zu außerordentlich hohem Ansehen, so dass die großen Dirigenten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (von Karajan, Ozawa, Mehta, Chailly, Muti, Boulez u. a.) die Zusammenarbeit mit Gronostay und seinem RIAS-Kammerchor wünschten. Es entstanden viele Schallplatten, die weltweit bekannt und preisgekrönt wurden.


Parallel zum RIAS-Kammerchor übernahm Uwe Gronostay 1982 die Leitung des renommierten Philharmonischen Chores Berlin, dessen Chefdirigent er bis 2002 war und mit dem er sowohl das traditionelle Oratorien-Repertoire pflegte, als auch Erst- und Uraufführungen präsentierte.


Pädagogisch war Gronostay bereits ab 1976 an der Hochschule der Künste (der heutigen Universität der Künste) tätig, um mit seiner Rundfunk-/Konzertchor-Klasse den qualifizierten Nachwuchs für die Berufschöre in Deutschland zu sichern.


1988 berief man Uwe Gronostay zum Artistic Director und Chefdirigenten des Nederlands Kamerkoor Amsterdam. Dessen Ruf als Spitzenensemble seiner Art konnte er auf zahlreichen Tourneen durch Europa und Übersee bekräftigen und ausbauen. Preisgekrönte CDs, Rundfunk- und TV-Produktionen dokumentieren die künstlerisch und menschlich wunderbare Zusammenarbeit mit diesem hauptberuflichen Ensemble.


Nach seiner Pensionierung als Professor für Chorleitung an der Berliner Universität der Künste im Oktober 2003 war Gronostay auch weiterhin Gastdirigent bei europäischen Berufschören und Dozent internationaler Symposien und Meisterklassen für Chordirigenten. Zugleich widmete er sich aber in seinen letzten Lebensjahren auch wieder mehr seinem ureigensten Instrument, der Orgel, und spielte in Schöningen und Gransee zwei Alben für das Label JUBALmusic ein.

In Anerkennung seiner Verdienste wurde Uwe Gronostay 1997 durch Königin Beatrix der Niederlande zum Ritter des Orde van Oranje-Nassau ernannt. Bundespräsident Johannes Rau verlieh ihm 1999 das Bundesverdienstkreuz.


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