
Katalognummer: JUBALmusic 200501
Dieses in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Orgelsommer entstandene Album erschien anlässlich des 250. Geburtstags des Komponisten Christian Heinrich Rinck, der mit zahlreichen Stücken vertreten ist. Theophil Heinke und Peter Harder widmen sich in dieser Einspielung außerdem ausgewählten Werken Bachs und seiner weiteren Schüler und Enkelschüler. Es erklingen bedeutende historische Orgeln Thüringens, u. a. die weltberühmte Trost-Orgel der Stadtkirche „Zur Gotteshilfe“ in Waltershausen.
1
Dorische Toccata und Fuge in d-Moll, BWV 538: I. Toccata
Johann Sebastian Bach
Theophil Heinke
2
Praktische Orgelschule, op. 55: Nr. 168, Postludium in G-Dur (ursprünglich in As-Dur)
Christian Heinrich Rinck
Theophil Heinke
3
12 Orgelstücke, op. 29: Nr. 10, Präludium in D-Dur
Christian Heinrich Rinck
Theophil Heinke
4
24 Trios, op. 20: Nr. 12, Trio in h-Moll
Christian Heinrich Rinck
Theophil Heinke
5
Fughetta in D-Dur, op. 84 II
Christian Heinrich Rinck
Theophil Heinke
6
Praktische Orgelschule, op. 55: Nr. 183, Variationen über God Save the King
Christian Heinrich Rinck
Theophil Heinke
7
16 große Präludien: Nr. 9, Präludium in E-Dur
Johann Christian Kittel
Theophil Heinke
8
16 große Präludien: Nr. 15, Präludium in G-Dur
Johann Christian Kittel
Theophil Heinke
9
Ouvertüre in G-Dur
Johann Peter Kellner
Peter Harder
10
Was Gott tut, das ist wohlgetan
Johann Peter Kellner
Peter Harder
11
Toccata und Fuge in d-Moll
Johann Peter Kellner
Peter Harder
12
Variationen über ein Thema von Corelli, op. 56
Christian Heinrich Rinck
Peter Harder
13
Meinen Jesum lass ich nicht
Johann Christoph Kellner
Theophil Heinke
14
Jesu, meine Freude
Johann Christoph Kellner
Theophil Heinke
15
Dorische Toccata und Fuge in d-Moll, BWV 538: II. Fuge
Johann Sebastian Bach
Theophil Heinke
Peter Harder studierte von 1978 bis 1984 Kirchenmusik in Greifswald. Zwischenzeitlich absolvierte er ein Praktikum in der Orgelbaufirma Nußbücker in Plau am See. Nach einer Zeit für Kinder und Familie trat er eine erste Kirchenmusikerstelle in Allstedt an. 1997 wechselte er nach Gräfenroda, der Wirkungsstätte von Johann Peter Kellner (1705–1772).
Es folgte eine Zeit intensiver Forschungstätigkeit über Leben und Werk dieses Komponisten und seiner Schüler.
Seit 1997 wurden jährlich Handschriften von Kellner aufgearbeitet und aufgeführt. Zum Kellner-Jahr 2005 konnte die „Kellner-Weise-Orgel“ rekonstruiert und eingeweiht werden.
2005 Ernennung zum Ehrenbürger Gräfenrodas aufgrund seiner Verdienste um die Wiedererrichtung der „Kellner-Weise-Orgel“ von 1736 als Ergebnis der Forschungsarbeiten über Johann Peter Kellner. Im selben Jahr Weiterbildung zum Orgelsachverständigen. 2010 Mitbegründer und Vorsitzender der Johann-Peter-Kellner-Gesellschaft in Gräfenroda. Seit diesem Jahr jährliche Herausgabe der Zeitschrift Kellner-Kurier. Aufarbeitung der Kantaten von Johann Peter Kellner und deren Einspielung im Jahre 2015.
Theophil Heinke begann 1979 mit dem Orgelunterricht bei Volkmar Krumrei an der Silbermann-Orgel in Forchheim/Erzgebirge.
Ab 1982 studierte er an der Kirchenmusikschule Dresden (Orgel bei Heinrich Albrecht) und später an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar bei Johannes Schäfer und Silvius von Kessel im Hauptfach Orgel.
Im Rahmen der Cembalo-Ausbildung bei Ludger Rémy und Bernhard Klapprott studierte er intensiv die Aufführungspraxis der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. 1996 absolvierte er das künstlerische A-Diplom im Erfurter Dom St. Marien.
1995 wurde Theophil Heinke Kirchenmusiker in Waltershausen und wirkt seitdem dort an der größten Barockorgel Thüringens (1726–30 von Tobias Heinrich Gottfried Trost erbaut). 2006 erfolgte die Ernennung zum Kirchenmusikdirektor. Seit 2006 wirkt er als Vorstandsmitglied bei den Thüringer Bachwochen mit. 2011 bis 2014 war er im Präsidium der Silbermann-Gesellschaft tätig .
2018 übernahm er als Nachfolger von KMD Gottfried Preller, dem Präsidenten und Initiator des Thüringer Orgelsommers, die Leitung dieses Festivals, welches zu den bedeutendsten Orgelfestivals Deutschlands gezählt werden darf.
Theophil Heinke ist seit 2000 Orgelsachverständiger und betreute seitdem mehr als 80 Orgelbauprojekte, überwiegend an historischen Instrumenten.
Seine umfangreiche Konzerttätigkeit führte ihn in mehrere Länder Europas sowie Nord- und Südamerikas. Insgesamt zehn CD-Produktionen an verschiedenen historischen Orgeln Thüringens sowie Rundfunk- und Fernsehaufnahmen dokumentieren Heinkes künstlerisches Profil. 2019 wurde er zum Botschafter des Landkreises Gotha 2020/21 ernannt.