
Katalognummer: JUBALmusic 161001
Die 1962 von der Ludwigsburger Orgelbaufirma Walcker erbaute Orgel der Berliner Trinitatiskirche verbindet einen markanten offenen Prospekt mit einem vielseitigen Klangspektrum, das durch ein 2016 ergänztes viertes Manual mit MIDI-Klaviatur nochmals erheblich erweitert wurde. Die drei Solisten Karina Kretzschmar, Gulnora Karimova und Michael Schütz präsentieren die Möglichkeiten des Instruments in einem stilistisch breit gefächerten Programm, das von Bach und französischer Orgelliteratur über Mussorgskis Nacht auf dem kahlen Berge bis zu Pop- und Filmmusik reicht. Neben Karimovas eigener Komposition Serafschan, die von Erinnerungen an ihre Kindheit in Tadschikistan inspiriert wurde, zeigen Schütz’ Orgelbearbeitungen von „Bohemian Rhapsody“, „Russians“ und „He’s a Pirate“ aus Fluch der Karibik, wie überzeugend sich auch moderne Klangwelten auf die Kirchenorgel übertragen lassen.
1
Dorische Toccata und Fuge in d-Moll, BWV 538: I. Toccata
Johann Sebastian Bach
Karina Kretzschmar
2
Nun komm, der Heiden Heiland, BWV 659
Johann Sebastian Bach
Karina Kretzschmar
3
Pièces de fantaisie, Suite No. 3, op. 54: 3. Étoile du soir
Louis Vierne
Karina Kretzschmar
4
Pièces de fantaisie, Suite No. 3, op. 54: 6. Carillon de Westminster
Louis Vierne
Karina Kretzschmar
5
Eine Nacht auf dem kahlen Berge (Orgelbearbeitung: Gulnora Karimova)
Modest Mussorgski
Gulnora Karimova
6
Serafschan
Gulnora Karimova
Gulnora Karimova
7
Une tabatière à musique, op. 32 (Orgelbearbeitung: Gulnora Karimova)
Anatoli Ljadow
Gulnora Karimova
8
Bohemian Rhapsody (Orgelbearbeitung: Michael Schütz)
Freddie Mercury
Michael Schütz
9
Russians (Orgelbearbeitung: Michael Schütz)
Sting
Michael Schütz
10
Hedwig's Theme (aus Harry Potter und der Stein der Weisen) (Orgelbearbeitung: Michael Schütz)
John Williams
Michael Schütz
11
He’s a Pirate (aus Fluch der Karibik) (Orgelbearbeitung: Michael Schütz)
Klaus Badelt
Michael Schütz
12
Music was my first love (Orgelbearbeitung: Michael Schütz)
John Miles
Michael Schütz
Karina Kretzschmar, geboren 1942 in Heide/Holstein. Orgelunterricht ab dem 16. Lebensjahr, Studium der Kirchenmusik in Herford und Lübeck bei Berend Bergner. Besuch von Orgelkursen bei Guy Bovet und Lionel Rogg, Klavierstudien von 1998 bis 2010 bei Gerhard Herrgott.
Von 1972 bis 2005 Kirchenmusikerin an der Trinitatiskirche in Berlin-Charlottenburg. Schwerpunkte der Arbeit: Entwicklung der Trinitatis-Kantorei durch A-cappella-Konzerte und Werke mit Orchester; Höhepunkte: Bach-Kantaten, Haydn-Messen, König David von Arthur Honegger, Fauré-Requiem, Strawinsky-Psalmensinfonie.
Etablierung der Trinitatiskirche als Konzertkirche für den Kiez mit unterschiedlichsten Programmen, z. B. Musik des Mittelalters, Französische Klänge, Literatur und Musik, Jazz und Orgel.
Gulnora Karimova, geboren in Duschanbe (Tadschikistan), studierte an der Hochschule der Künste in Duschanbe, am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium und an der Universität der Künste Berlin. Die Meisterklassen bei renommierten Künstlern wie Marie-Claire Alain, Olivier Latry, Michel Chapuis vervollkommnen ihre solistische Ausbildung.
Sie hatte Lehraufträge an der Hochschule der Künste in Duschanbe im Fach Klavier und am Moskauer Konservatorium an der Dirigentenfakultät. Konzertreihen in Tadschikistan, Russland, Europa und Israel u. a. bei den Berliner Festspielen, im Konzerthaus Berlin, im Bolschoi-Saal des Moskauer Konservatoriums, im Berliner Dom, die Zusammenarbeit mit Orchestern wie z. B. der Staatskapelle Berlin, der Rheinischen Philharmonie, des Staatlichen Sinfonieorchesters Russland, des Philharmonischen Orchesters Tadschikistan und den Brandenburger Symphonikern bilden eine Auswahl ihrer zahlreichen Konzerte.
Uwe Gronostay war ihr Professor im Fach Chorleitung und inspirierte ihren Werdegang als Chorleiterin. Seit 2005 ist Gulnora Karimova Kirchenmusikerin an der Trinitatiskirche in Berlin und leitet hier die Trinitatis-Kantorei, das Junge Vokalensemble und den Kammerchor ArtVocal. Sie hat einen Lehrauftrag im Fach Klavier an der Leo-Borchard-Musikschule Berlin. Mehrere Komponisten haben ihr Werke gewidmet. CD-Einspielungen sowie Fernseh- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren ihre musikalische Arbeit.
Michael Schütz, Jahrgang 1963, studierte an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Esslingen. Er hatte Lehraufträge für Popularmusik an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Esslingen und war 16 Jahre Dozent für Popularmusik an der Hochschule für Kirchenmusik Tübingen.
Seit 1983 ist Michael Schütz als konzertierender Musiker aktiv, in Live-Konzerten, im Radio und Fernsehen, auf Tonträgern mit eigenen Formationen. Er nimmt seit vielen Jahren an Evangelischen Kirchentagen teil: 1999 Stuttgart, 2001 Frankfurt/Main, 2007 Köln, 2009 Bremen, 2015 Stuttgart, 2017 Berlin.
Seit 2010 ist Michael Schütz Kirchenmusiker an der Trinitatiskirche in Berlin. Er lehrt Popularmusik an der Universität der Künste (UdK) Berlin und arbeitet freiberuflich als Komponist, Organist, Pianist und Seminarleiter. Einige seiner Kirchenlied-Vertonungen finden sich im neuen Gesangbuch der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz (EKBO) aus dem Jahre 2012. Hierzu zählen u. a. „Vater unser“ (Nr. 56 in Singt Jubilate) und „Segne dieses Kind“ (Nr. 77 in Singt Jubilate). Im Jahre 2016 wurde seine Luthermesse auf der Grundlage des lateinischen Messtextes in Potsdam und Berlin uraufgeführt.
Michael Schütz lebt mit seiner Familie in Potsdam.