
Die 1925 von Anton Feith aus Paderborn erbaute Orgel der Pfarrkirche St. Marien in Berlin-Friedenau ist ein außergewöhnliches Instrument mit drei Manualen, 51 Registern und rund 3.500 Pfeifen. Ihre bautechnische Besonderheit besteht darin, dass sich das Pfeifenwerk auf zwei übereinanderliegende, voneinander unabhängige Schwellwerke im Kirchturm verteilt, deren Lautstärke separat und stufenlos reguliert werden kann. Der österreichische Organist Helmut Binder präsentiert das Instrument mit einem farbenreichen Programm der Spätromantik, das Werke des Deutschen Sigfrid Karg-Elert, des Franzosen Léon Boëllmann und des Italieners Marco Enrico Bossi gegenüberstellt. Neben Karg-Elerts monumentalen Sinfonischen Kanzonen und den charakteristischen Pastellen zeigt die Aufnahme mit Bossis Toccata di Concerto und Boëllmanns Final-Marche die orchestrale Klangfülle und stilistische Vielfalt dieser Epoche.
1
Cembalosuite Nr. 5 in E-Dur, HWV 430: IV. Air „The Harmonious Blacksmith“ (Orgelbearbeitung: Sigfrid Karg-Elert)
Georg Friedrich Händel
Helmut Binder
2
Toccata di concerto, op. 118 Nr. 5
Marco Enrico Bossi
Helmut Binder
3
Deuxième Suite, op. 27: II. Allegretto con moto
Léon Boëllmann
Helmut Binder
4
Sinfonische Kanzone in es-Moll, op. 85 Nr. 1
Sigfrid Karg-Elert
Helmut Binder
5
Scherzo in g-Moll, op. 49 Nr. 2
Marco Enrico Bossi
Helmut Binder
6
Drei Pastelle, op. 92: Nr. 1 in H-Dur
Sigfrid Karg-Elert
Helmut Binder
7
Drei Pastelle, op. 92: Nr. 2 in e-Moll
Sigfrid Karg-Elert
Helmut Binder
8
Sinfonische Kanzone in c-Moll, op. 85 Nr. 2: I. Fantasie - II. Kanzone
Sigfrid Karg-Elert
Helmut Binder
9
Sinfonische Kanzone in c-Moll, op. 85 Nr. 2: III. Passacaglia
Sigfrid Karg-Elert
Helmut Binder
10
Sinfonische Kanzone in c-Moll, op. 85 Nr. 2: IV. Fuge
Sigfrid Karg-Elert
Helmut Binder
11
Deuxième Suite, op. 27: IV. Final-Marche
Léon Boëllmann
Helmut Binder
12
Drei Pastelle, op. 92: Nr. 3 in Fis-Dur
Sigfrid Karg-Elert
Helmut Binder
Prof. Helmut Binder wurde am 1.8.1961 in Bregenz geboren. 1976 bis 1980 Studium am Bregenzer Konservatorium (Aldo Kremmel, Günther Fetz). 1980 bis 1988 Studium an der Wiener Musikhochschule bei Noël Flores (Klavier) und Peter Planyavsky (Orgel). 1985 Konzertdiplom Orgel. 1988 Konzertdiplom Klavier. Lehrtätigkeit in Dornbirn. Seit 1980 Konzerttätigkeit auf beiden Instrumenten, Schwerpunkt Orgel. Organist an der Bregenzer Herz-Jesu-Kirche. Künstlerischer Leiter der Konzertreihe Musik in Herz Jesu und des Orgelzyklus in der Pfarre Mariahilf in Bregenz.
Mitglied im Redaktionsteam für das Orgelbuch David, mit neuen geistlichen Liedern (Verfasser einiger Orgelsätze). Mitglied der diözesanen Orgelkommission in Vorarlberg. Chorleiter in St. Kolumban in Bregenz. Mehrfacher Preisträger bei nationalen Wettbewerben. 1986 Förderungsgabe des Landes Vorarlberg. Konzerte im Rahmen der Bregenzer Festspiele, im Rahmen des internationalen Festivals Schubertiade, im Wiener Stephansdom, im Rahmen des internationalen Orgeltages im Radiokulturhaus in Wien. Konzerte im Rahmen der Franz-Schmidt-Tage. Konzerte in Deutschland, Schweiz, Italien, Israel, Türkei etc.
Radioaufnahmen beim Österreichischen und Saarländischen Rundfunk. CD-Produktionen mit namhaften Verlagen in Österreich und Deutschland.