Albumcover: Orgelbau Waltershausen: The Sound of Thuringia, Vol. 2 – Sebastian Fuhrmann, Peter Harder, Michael Kapsner, Gottfried Preller (JUBALmusic)

Orgelbau Waltershausen: The Sound of Thuringia, Vol. 2

Sebastian Fuhrmann, Peter Harder, Michael Kapsner, Gottfried Preller

Katalognummer: JUBALmusic 1105132

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Der zweite Teil der Reihe setzt die Werkschau von Orgelbau Waltershausen fort. Auch hier wurden alle vorgestellten Instrumente von der Werkstatt neu gebaut oder restauriert.

Den Auftakt bildet erneut die Kellner-Weise-Orgel (1736) der St.-Laurentius-Kirche in Gräfenroda, diesmal gespielt von Peter Harder, dessen Forschungen zu Johann Peter Kellner zur Rekonstruktion des Instruments im Kellner-Jahr 2005 führten. Sein Programm ist ganz dem Gräfenrodaer Kantor gewidmet. Gottfried Preller, langjähriger Organist an der Bachkirche Arnstadt und Gründer des Thüringer Orgelsommers, spielt Johann Gottfried Walthers Partita Jesu, meine Freude an der 1993 von Orgelbau Waltershausen erbauten Orgel der Michaeliskirche in Völkershausen. Der Meininger Stadtkantor Sebastian Fuhrmann stellt die Euler-Orgel (1888) der Kirche Mariae Himmelfahrt in Burghaun mit der Einleitung zu Liszts Oratorium Die Legende von der heiligen Elisabeth vor, das der Landgräfin und Schutzheiligen Thüringens gewidmet ist. Zum Abschluss spielt Michael Kapsner von der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar die Gerhard-Orgel (1835) der St.-Vitus-Kirche in Wickerstedt. Sein Programm führt von Froberger und Böhm über Bach bis hin zu Brahms’ späten Choralvorspielen.


1

Ouvertüre in G-Dur

Johann Peter Kellner

Peter Harder

2

Was Gott tut, das ist wohlgetan

Johann Peter Kellner

Peter Harder

3

Meinen Jesum lass ich nicht

Johann Peter Kellner

Peter Harder

4

Lasset uns mit Jesu ziehen: Trio in d-Moll (Orgelbearbeitung: Peter Harder)

Johann Peter Kellner

Peter Harder

5

Toccata und Fuge in d-Moll: I. Toccata

Johann Peter Kellner

Peter Harder

6

Toccata und Fuge in d-Moll: II. Fuge

Johann Peter Kellner

Peter Harder

7

Partita über Jesu, meine Freude, LV 2

Johann Gottfried Walther

Gottfried Preller

8

Die Legende von der Heiligen Elisabeth, S. 2: I. Einleitung

Franz Liszt

Sebastian Fuhrmann

9

Allabreve in D-Dur, BWV 589

Johann Sebastian Bach

Michael Kapsner

10

Vater unser im Himmelreich, IGB 24

Georg Böhm

Michael Kapsner

11

Capriccio in a-Moll, FbWV 502

Johann Jakob Froberger

Michael Kapsner

12

Elf Choralvorspiele, op. 122: Nr. 1, Mein Jesu, der du mich

Johannes Brahms

Michael Kapsner

13

Elf Choralvorspiele, op. 122: Nr. 5, Schmücke dich, o liebe Seele

Johannes Brahms

Michael Kapsner

14

Präludium und Fuge in G-Dur, BWV 541: I. Präludium

Johann Sebastian Bach

Michael Kapsner

15

Präludium und Fuge in G-Dur, BWV 541: II. Fuge

Johann Sebastian Bach

Michael Kapsner




Sebastian Fuhrmann, Orgel

Erster Klavierunterricht im Alter von sieben Jahren, später Orgelunterricht bei Domkantor Reinhard Ohse (Naumburg).

Von 1999–2006 Studium der A-Kirchenmusik an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar, im Fach Orgel bei Prof. Rainer Böhme und Prof. Martin Schmeding. Chorleitung bei Prof. Jürgen Puschbeck. Stipendiat der Evangelischen Studienstiftung Villigst e. V.

Von 2005 bis 2007 hauptamtlicher Kirchenmusiker der Bachstadt Ohrdruf (Thüringen). Meisterkurse bei Bernard Coudurier, Olivier Latry und Ludger Lohmann. Seit Januar 2008 Stadtkantor und Kreiskantor in Meiningen.


Peter Harder, Orgel

Peter Harder studierte von 1978 bis 1984 Kirchenmusik in Greifswald. Zwischenzeitlich absolvierte er ein Praktikum in der Orgelbaufirma Nußbücker in Plau am See. Nach einer Zeit für Kinder und Familie trat er eine erste Kirchenmusikerstelle in Allstedt an. 1997 wechselte er nach Gräfenroda, der Wirkungsstätte von Johann Peter Kellner (1705–1772).

Es folgte eine Zeit intensiver Forschungstätigkeit über Leben und Werk dieses Komponisten und seiner Schüler.

Seit 1997 wurden jährlich Handschriften von Kellner aufgearbeitet und aufgeführt. Zum Kellner-Jahr 2005 konnte die „Kellner-Weise-Orgel“ rekonstruiert und eingeweiht werden.


2005 Ernennung zum Ehrenbürger Gräfenrodas aufgrund seiner Verdienste um die Wiedererrichtung der „Kellner-Weise-Orgel“ von 1736 als Ergebnis der Forschungsarbeiten über Johann Peter Kellner. Im selben Jahr Weiterbildung zum Orgelsachverständigen. 2010 Mitbegründer und Vorsitzender der Johann-Peter-Kellner-Gesellschaft in Gräfenroda. Seit diesem Jahr jährliche Herausgabe der Zeitschrift Kellner-Kurier. Aufarbeitung der Kantaten von Johann Peter Kellner und deren Einspielung im Jahre 2015.


Michael Kapsner, Orgel

Michael Kapsner wurde in Passau geboren und erhielt als Schüler des Gymnasiums Leopoldinum Klavier- und Orgelunterricht bei Toni Glas.

Er studierte Orgel, Klavier, Dirigieren und Kirchenmusik in Wien und Freiburg, unter anderem bei Michael Radulescu und Ludwig Doerr.

Kapsner übt eine umfangreiche Konzerttätigkeit als Organist, Improvisator, Cembalist und Liedbegleiter aus und gewann Preise bei internationalen Wettbewerben, wie den Bach-Preis in Brügge 1985.

Zwischen 1988 und 1994 war er als Kirchenmusiker in Freiburg tätig, wo er den gregorianischen Choral am Freiburger Münster betreute, und leitete von 1993 bis 1999 den Freiburger Oratorienchor.

Nach Lehraufträgen an der Musikhochschule Trossingen (1994 bis 2001) und einer Professur an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz (ab 2000), lehrte er seit Oktober 2004 als Professor für Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar.


Gottfried Preller, Orgel

Gottfried Preller (1948–2017) wurde in Weimar geboren. Nach seiner Zeit an der Thüringer KMS Eisenach studierte er von 1967 bis 1972 an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. 1972 wurde er Preisträger beim Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig.

Seit 1981 wirkte er als Organist an der J.-S.-Bach-Kirche in Arnstadt, wo er seit 1998 auch als Kantor tätig war. Zusätzlich war er 25 Jahre lang Orgelsachverständiger der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen.

Preller gründete 1985 den Arnstädter Orgelsommer und 1992 den Thüringer Orgelsommer e. V., der 1998 den Kulturpreis Thüringen erhielt. Zudem engagierte er sich maßgeblich für die originalgetreue Rekonstruktion der Wender-Orgel von 1703 in der Bachkirche zu Arnstadt.


Weitere Aufnahmen

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